Religiöse Erziehung

Rede nicht von Gott,

wenn du nicht danach gefragt wirst.

Aber lebe so,

dass man dich nach Gott fragt.

Talmund

Religiöse Bildung ist in unserer Einrichtung integriert in die tägliche Bildungsarbeit. Durch den alltäglichen Umgang miteinander erleben die Kinder religiöse Werte. Entsprechend dem christlichen Bild vom Kind wird jedes Kind in seiner Einzigartigkeit angenommen und unterstützt, zahlreiche Resilienzfaktoren zu entwickeln. So trägt religiöse Bildung zur positiven Persönlichkeitsentwicklung jeden Kindes bei.
In unserer Kindertageseinrichtung werden den Kindern Möglichkeiten zum Austausch über verschiedene Religionen gegeben. „Dabei kommt Verwandtes und Gemeinsames ebenso zum Vorschein wie das spezifisch Andere jeder Religion. In der Regel wird dann versucht, auf der Basis der entdeckten Gemeinsamkeiten das Alltagsleben miteinander zu gestalten.“ (KTK, 1999, S. 37)
Mit der christlichen Religion werden die Kinder durch verschiedene Feste und Feiern im Kirchenjahr, durch Erzählungen aus der Bibel und durch das Kennenlernen verschiedener Persönlichkeiten der christlichen Welt (z. B. Hl. Nikolaus, St. Martin etc.) vertraut gemacht.
Auch die Kirche lernen die Kinder zu verschiedenen Gelegenheiten kennen. Dort werden gemeinsam mit einem Mitarbeiter aus dem Pastoralteam der Kirchengemeinde Andachten und Familienmessen gefeiert. Auch den Kreuzweg und die Krippe sehen wir uns mit den Kindern gemeinsam an.

Außerdem besucht uns in regelmäßigen Abständen ein Mitarbeiter des Pastoralteams in der Kindertageseinrichtung und wir gestalten gemeinsam
eine religiöse Einheit mit den Kindern.
Da unsere Kindertageseinrichtung von vielen muslimischen Kindern besucht wird, greifen wir auch deren religiöse Traditionen auf und geben allen Kindern die Möglichkeit, diese kennenzulernen.
So haben die Kinder die Möglichkeit, zwischen den verschiedenen Religionen Vergleiche anzustellen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Wir leben in unserer Kindertageseinrichtung ein positives Miteinander der verschiedenen Religionen, von dem alle Kinder profitieren. Unser Zusammenleben ist geprägt von Toleranz und Neugier den Anderen gegenüber.
Denn „nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil versteht sich die katholische Kirche als Volk Gottes, das zusammen mit Menschen anderer Religionen und Weltanschauungen unterwegs ist und die Geschichte der Menschheit gestaltet.“ (vgl. KTK, 1999, S. 38)

Multireligiöse Erziehung

„Mit großer Selbstverständlichkeit teilen unsere Kinder den Alltag mit Kindern aus anderen Lebenswelten und Kontinenten, aus fremden Ländern, Kulturen und Religionen.“ (Fleck, Leimgruber, 2011, S.6)
Bei uns in der Kita haben wir eine Atmosphäre geschaffen, in der es normal ist, über verschiedene Religionen zu sprechen. Schon beim Anmeldegespräch weisen wir die Eltern auf unseren katholischen Auftrag hin und erklären Ihnen, wie wir diesen mit Leben füllen. Es ist uns wichtig mit den Kindern regelmäßig zu beten. Dabei werden die Unterschiede zwischen den Religionen schon in der Gebetshaltung deutlich.
Es ist für uns selbstverständlich den verschiedenen Religionen mit Respekt zu begegnen. Wir greifen in unserer täglichen Arbeit die verschiedenen religiös geprägten Festlichkeiten auf und erleben diese mit den Kindern